Tagung

Biologie im Zeitalter der Digitalen (R)Evolution

​29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie e. V. (DGGTB)
Tagung
Foto: DGGTB
Information

Jahrestagung der DGGTB e. V. 2021 Biologie im Zeitalter der Digitalen (R)evolution 

Veranstalter:  Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie e. V. (DGGTB)

Zeitraum:        19. Juni 2021

Ort:                   Friedrich-Schiller-Universität Jena, Online-Veranstaltung  

Die Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie e. V. (DGGTB) verfolgt das Ziel, die Erforschung und Vermittlung der Geschichte und Theorie der Biologie zu fördern. Unsere Jahrestagungen sollen den wissenschaftlichen Austausch zwischen unseren Mitgliedern, Institutionen mit ähnlichen Themenschwerpunkten und interessierten Lehrkräften sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen und so das gesellschaftliche Bewusstsein für die wissenschaftshistorischen und theoretischen Grundlagen unseres heutigen Verständnisses von Biologie zu schärfen. Nachdem die Jahrestagung pandemiebedingt im Jahr 2020 ausfallen musste, wendet sich die DGGTB erneut dem Themenkomplex Biologie im Zeitalter der Digitalen (R)evolution zu. Seit Ende des 20. Jahrhunderts dringt die digitale Transformation unübersehbar in alle Bereiche menschlicher Tätigkeit vor und verändert sie. Die Digitalisierung hat massiven Einfluss auf den Wissenschaftsbetrieb, der einen zentralen und zukunftsweisenden Bereich des gesellschaftlichen Lebens darstellt und von der Entwicklung der Computertechnologie und den rasant anwachsenden Datenmengen profitierte. Die Daten, die gleichsam als Triebfeder der Digitalen Revolution wirken, revolutionierten auch die Biowissenschaften: Mit dem Aufkommen der Rechentechnik entwickelten sich neue Wissenschaftszweige wie die mathematische bzw. theoretische Biologie und systembiologische Ansätze, die nun auf Basis von Modellen einen neuen Zugang zu biologischen Sachverhalten erlauben. Durch die Vernetzung von naturkundlichen Sammlungen hat die Biodiversitätsforschung seit der Jahrtausendwende neue Impulse erhalten, wodurch sich auch der Stellenwert von Naturkundemuseen änderte. Entscheidende wissenschaftliche Fortschritte wie beispielsweise die Genom-Entschlüsselung wurden im Zuge der Digitalisierung überhaupt erst möglich und erlauben nun das Erkennen und Bekämpfen von Krankheiten sowie die Erschaffung neuartiger Organismen. In der Folge stehen nicht nur zentrale Konzepte der Biowissenschaften auf dem Prüfstand (Artkonzept), sondern auch unsere ethischen Normen. Die Digitalisierung und das Aufkommen und die Anwendungsmöglichkeiten der neuen Medien als Kernelemente beeinflussen nicht zuletzt aus medizinischer und (neuro-)psychologischer Sicht den Menschen als individuellen Organismus sowie die Menschheit als eine global agierende Gruppe soziokultureller Wesen. Als gesamtgesellschaftliche Herausforderung und als ein technisches, wirtschaftliches und wissenschaftliches Phänomen ist die Digitalisierung dabei ein immanenter Bestandteil bei der Suche nach Antworten auf offene Zukunftsfragen.

Anmeldung

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Bitte melden Sie sich hier an.

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Programm

08:30 Uhr Ankommen und Registrierung

09:00 – 09:20 Uhr Uwe Hoßfeld (Jena) Eröffnung der 28. Jahrestagung durch den Vorsitzenden der DGGTB e.V. und organisatorische Hinweise.

Zukunftsfragen der Digitalen Revolution

09:20 – 09:40 Uhr Nicholas Brewer (UK) & Hansotto Reiber (Göttingen) Artificial Neural Networks and Biological Intelligence - Synergetics, Differences and Perspectives.

Biologische Themen im gesellschaftlichen Diskurs und ihre Darstellung in den sozialen Medien

09:40 – 10:00 Uhr Uwe Hoßfeld, Marco Körner und Karl Porges (Jena) Reaktionen auf die „Jenaer Erklärung“ in den sozialen Netzwerken und Massenmedien.

Zur Geschichte digitaler Medien in biologischen Bildungskontexten

10:00 – 10:20 Uhr Dittmar Graf (Gießen) 35 Jahre Computereinsatz im Biologieunterricht – eine kritische Zwischenbilanz.

10:20 – 10:40 Uhr Anne-Kathrin Sommer & Dittmar Graf (Gießen) Simulationen zur Evolution im Biologieunterricht – ein historischer Rückblick.

Pause (20 min)

Digitale Didaktik im (Hoch-)Schulfach Biologie

11:00 – 11:20 Uhr Janina Doyen & Maria Will (Oldenburg) richtig beSTIMMT! Neue Medien als Motivationsfaktor in der Lehre.

11:20 – 11:40 Uhr Yvonne Müller (Erfurt) & Karl Porges (Jena) Bewegung rund um die Uhr. Gesundheitsbildung im naturwissenschaftlichen Unterricht.

11:40 – 12:00 Uhr Julia Fleischmann, Clemens Hoffmann & Elizabeth Watts (Jena) Von der Digitalisierung zur Differenzierung.

12:00 – 12:20 Uhr Joosten Mueller (Groningen, Niederlande) “How to make a Cell Model Pizza!” Biologische Zellmodelle im Spiegel digitaler „DIY“-Bewegungen.

Pause (40 min)

Kritik der Digitalität in biologischen Bildungskontexten

13:00 – 13:20 Uhr Christina Dick & Maria Will (Oldenburg) Digitalisierung um jeden Preis? Was man nur am Objekt beGREIFEN kann...

13:20 – 13:40 Uhr Karl Porges (Jena) Das Verschwinden einer Kompetenz – biologische (Tafel-)Bilder zwischen Kunst und copy & paste.

Freie Themen

13:40 – 14:00 Uhr Ariane Dröscher (Bologna, Italien) Anatomie einer Revolution: Botanik und Politik im Vormärz von Padua.

14:00 – 14:20 Uhr Johann-Wolfgang Landsberg-Becher (Berlin) Ludwig Armbruster, wissenschaftliche Bienenzüchtung und 100 Jahre Bienen-Streit.

14:20 – 14:40 Uhr Hartmut Rothgänger (Berlin) Phylogenese der Sprache - Eine multimodale Sprachtheorie.Pause (20 min)

C.F. Wolff-Medaille Preisverleihung

15:00 – 16:00 Uhr Uwe Hoßfeld (Jena) Laudatio und Vortrag der Preisträgerin

Mitgliederversammlung

16:00 – 17:00 Uhr Mitgliederversammlung17:00 Uhr

Schlusswort des Vorsitzenden der DGGTB e.V.  

Kontakt, Tagungsbüro & technischer Support

AG Biologiedidaktik
Karl Porges, Dr.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon
+49 3641 9-49493
Fax
+49 3641 9-49492
Sprechzeiten:
Mittwoch: 10 Uhr - 12 Uhr
Stoy´sches Haus/Institutsgebäude/Bienenhaus, Raum 104
Am Steiger 3
07743 Jena
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